Neues von Postmaxe: Anglersiedlung und Sägewerk in der Hennigsdorfer Straße

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Die “Anglersiedlung” in der Hennigsdorfer Straße 145-157 gegenüber der Einmündung des Silberhammerwegs entstand 1932. In diesem Jahr erwarb der „,Arbeiter-Angler-Bund Deutschland e.V.“ das Gelände und ließ es aufschütten, so dass der Grundwasserstand sämtlicher Parzellen nicht höher als 2 m unter der Geländeoberfläche lag.

Der Verein plante die Bebauung der 53 Parzellen, jedoch wurden die Häuser von den Parzellenerwerbern 1933 – 34 individuell mit massiven oder hölzernen Eigenheimen bebaut. Die Siedler legten in Eigenarbeit die Erschließungsstraße und einen kleinen Hafen an der Havel an, ferner ein Pumpenhaus mit einem kleinen Wasserwerk für die Siedlung.

Die südlich anschließende Fläche Hennigsdorfer Straße 137/ 143 wurde 1924 von Carl Schmidt mit einem Sägewerk bebaut. Die Baumstämme kamen als Floß über die Havel und einen kleinen Stichkanal in das Werk. Seit den 1950er Jahren waren in der ehemaligen Sägewerkshalle Öfen zur Kabelverbrennung aufgestellt.

Diese Anlage verseuchte jahrelang die Umgebung mit Schwermetall- und Dioxinniederschlag, so dass in den 1990er Jahren der Abriss der Gebäude und die Abtragung des Bodens angeordnet wurden. Das Gelände ist jetzt mit Einfamilienhäuser bebaut.

Anglersiedlung 1933 (Bildquelle. Anglersiedlung)

Text: Klaus Schlickeiser “Spaziergänge in Heiligensee” Ausgabe 1984

Bilder: Anglersiedlung

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