Zum Tod von Dieter Ruckhaberle, Gründer des Künstlerhofs in Frohnau

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Die Stadt und der Bezirk Reinickendorf haben ihm viel zu verdanken: Dieter Ruckhaberle, der ehemalige Direktor der Kunsthalle und Kulturschaffende, geboren 1938 in Stuttgart, ist am vergangenen Donnerstag in Berlin verstorben. „Mit Dieter Ruckhaberle verlieren wir einen engagierten Kämpfer für die Kunst und die Künstlerinnen und Künstler. Sein Wirken hat die Kunstszene als Kulturschaffender und Künstler in Berlin und Reinickendorf nachhaltig beeinflusst“, sagt Katrin Schultze-Berndt (CDU), Bezirksstadträtin für Bauen, Bildung und Kultur. Weiter heißt es im Nachruf des Bezirksamts:

Als Gründer der Freien Galerie 1963 in der Kurfürstenstraße stellte Dieter Ruckhaberle bereits Künstler wie Horst Antes und Georg Baselitz aus. 17 Jahre war er Direktor der Staatlichen Kunsthalle Berlin und prägte mit seinen Ausstellungen und Ideen die Berliner Kunstlandschaft. Sein Engagement in der Kulturpolitik und sein kompromissloser Einsatz für die Kunst machten es ihm nicht immer leicht.

“Ein Fürsprecher der Künstler”

Er war Mitbegründer der beiden Kunstvereine NBK (Neuer Berliner Kunstverein) und NGBK (Neue Gesellschaft für Bildende Kunst), die heute für Berlin eine wichtige Plattform für Künstlerinnen und Künstler darstellen. Nicht vergessen ist sein Engagement für die Rettung des Martin-Gropius-Baus als damaliger Kunstamtsleiter in Kreuzberg. Auch die Druck- und Bildhauerwerkstätten im Haus Bethanien und im Wedding wurden durch seinen Einsatz realisiert. Zeit seines Lebens war Dieter Ruckhaberle ein Fürsprecher der Künstler, der sich nicht nur für ihre Kunst interessierte, sondern auch für ihre gesellschaftliche Anerkennung und Lebensbedingungen.

In Frohnau entstanden gegenständliche und abstrakte Werke

Der Künstlerhof in Berlin-Frohnau, den er gründete und leitete, wurde ab 1998 zu seinem Rückzugsort, wo er sich verstärkt auf seine Ursprünge besann. Eigentlich war Dieter Ruckhaberle Maler. Er studierte in Stuttgart an der Kunstakademie, später bei Max Kaus an der Hochschule der Künste Berlin. In Frohnau und an seinem zweiten Wohnort in Brasilien entstanden große Bilderzyklen, Porträts und Landschaften, wobei er sich in seinem Kunstschaffen nie auf gegenständliche oder abstrakte Malerei festlegte.

Quelle: https://www.berlin.de/ba-reinickendorf/aktuelles/pressemitteilungen/2018/pressemitteilung.701575.php

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