Rattenplage in Tegel-Süd: Gewobag reagiert nach massivem Druck mit Sofortmaßnahmen

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Eine Woche nachdem sich der Mieterbeirat der Gewobag-Siedlung an den Bezirksverordneten Felix Schönebeck wandte und dieser politisch und medial massiv Druck auf die Wohnungsbaugesellschaft ausgeübt hatte, wurden nun effektive Sofortmaßnahmen in Tegel-Süd gegen den Rattenbefall ergriffen.

Es wurde begonnen, den am stärksten betroffenen Müllplatz vor der Neheimer Straße 12 zu erneuern. Der gesamte Bereich wird bis auf einen Meter Tiefe ausgehoben und mit zwei Betonfundamentschichten versehen. Im Anschluss wird die Fläche neu gepflastert.

Das ist ein Riesenerfolg für tausende Mieter in Tegel-Süd! Als wir uns vor einer Woche mit unserem Hilferuf an Felix gewandt haben, hätten wir nicht gedacht, dass so schnell etwas passiert. Unser gemeinsames Engagement hat Früchte getragen“, freut sich Sandra Lemke, die im Mieterbeirat Tegel-Süd sitzt.

Parallel zu den baulichen Maßnahmen hat die Firma Rentokil effektive Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet. Allein am Freitagvormittag wurden 35 Muttertiere getötet. Sämtliche Gänge in der unmittelbaren Umgebung wurden gespült und vernichtet.

Der Bezirksverordnete Felix Schönebeck zeigt sich erleichtert: “Die Gewobag ist nach massivem Druck endlich in einer Art und Weise aktiv geworden, die sofort spürbare Verbesserungen mit sich bringt. Eine Woche lang haben wir an vielen Stellen für die Interessen der Mieter gekämpft. Es ist ein starkes Zeichen, dass solch ein Engagement auch etwas bewirken kann. Das ist ein riesiger Schritt für alle Mieterinnen und Mieter.” Trotz der Freude über die Entwicklung empfindet er es als bedauerlich, dass häufig erst ein öffentlichkeitswirksamer Aufschrei zu solchen Aktivitäten führt.

Die in der Neheimer Straße 12 ergriffenen Maßnahmen sollen auch für die anderen betroffenen Müllplätze in der Siedlung geplant sein. Der Auftrag dazu soll in den nächsten Tagen erfolgen.

Wie eine Anfrage Schönebecks in der Bezirksverordnetenversammlung am vergangenen Mittwoch ergab, läuft am 27. April eine vom Gesundheitsamt erlassene Frist ab. Dann werden die bisherigen Maßnahmen ausgewertet. Am 8. Mai wird sich dann um 15 Uhr im Rathaus Reinickendorf (Raum 339) ein von Schönebeck einberufener “Runder Tisch” und um 17 Uhr der Gesundheitsausschuss mit dem Thema befassen. Beide Terminen sind für Mieterinnen und Mieter der Siedlung offen.
Quelle: Felix Schönebeck

 

4 Kommentare

    • Wenn die Mieter aufgrund viel zu kleiner Müllplätze und immer vollen Mülltonnen gezwungen sind, ihren Müll neben die Tonnen zu stellen, haben wir den Salat schon. Wenn dann die Abholintervalle durch die Stadt zu weit auseinander liegen und nicht regelmäßiger erfolgen sowie größere Plätze mit mehr Tonnen zur Verfügung gestellt werden, dann ist die Gefahr groß, dass es von vorne los geht. Da muss es nicht zwingend Verursacher geben. Die Mieter müssen mit dem Leben, was ihnen zur Verfügung gestellt wird. Also hängen da irgendwie alle mit drin, die Vermietungsgesellschaft und die Mieter. Meiner Ansicht nach aber eher noch die Gesellschaft, die sich bekanntermaßen mit Verbesserungen schwer tut.

    • Jennifer Nga Ich bin da ganz auf Ihrer Seite, zu wenige Müllbehälter und unzureichendes abholen. Die Wohnungsgesellschafter schauen nur auf Rendite und auf Ihren persönlichen monatlichen Profit. Ratten übertragen Krankheiten bis hin zur Pest. (Rattenfloh). Die Pest von London von 1665 bis 1666. Erst durch die Feuersbrunst von London konnte der Pest Einhalt geboten werden. Das Gesundheitsamt ist hier gefordert und das schnellstens.

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